Freitag, letzter Tag hier im Tessin

Wetter gut, alles gut!

Was machen wir heute? Wir fahren nach Italien. Entfernung = 500 m. In echt. Genauer gesagt „Luino“.

Dort war ich mit der Familie (Mama, Oma, Bruder) vor ungefähr 40 Jahren. Also, ich hab nichts wiedererkannt. Ich kann mich aber immer noch an die Sache mit meiner geizigen Mutter und dem traditionellen Markt erinnern. Mittwochs ist hier (immer noch) Markt. Auf einem Wühltisch lagen Dutzende von Portemonnaies. Meine Mutter besah sich eines genauer und entdeckte (italienisches) Kleingeld darin. Ich würde schätzen, so um die 10 Pfennig – höchstens. Meine Mutter so: Boah, da ist ja noch Geld drin – kaufen mit einer gaaanz unschuldigen Miene und gegenüber der Marktfrau nichts anmerken lassen. So hat sie eine Börse für umgerechnet vielleicht 4 Mark gekauft, nur um das Gefühl zu haben, einen Superfitsch zu machen. Ja, so war se.

Wir sind also durch Luino gelaufen, haben noch 1 Fläschen Braulio und 2 Stangen Zigaretten gekauft und sind wieder nach Hause gefahren. Ich in die Sonne (!!), Thomas geht wandern.

Jetzt ist er total kaputt wieder hier und ich bereite das Abendessen aus Resten zu.

Vielleicht schreibe ich gleich noch mal und schicke noch ein paar Fotos.

 

Donnerstag, 8. Mai

So

Aussicht

war das Wetter dann heute Morgen. Zum Glück sind alle Regenwolken weg.

Also ab ins Maggiatal, ’nen Stein für das Grab meines Bruders suchen (der vorherige, von Jacinta gefundene und aus Korsika mitgebrachte, ist gestohlen worden!!).

Gar nicht so einfach, sich zu entscheiden. Ich bin total erledigt.

Total erledigt

Wir haben dann letztendlich dann doch ZWEI gefunden. Mit total Charakter, wie Thomas meint. „Wenn das Menschen wären, hätten die viel zu erzählen.“

gefundene Steine

Nach dieser anstrengenden Geschichte sind wir nach Ascona gefahren. Dort existiert auf dem Monte Verità eine im Jahre 1900 gegründete „Vegetabile Cooperative“.

Erich Mühsam verspottete diese Lebensphilosopie in seinem „alkoholfreien Trinklied“:

„Wir sonnen den Leib, ja, wir sonnen den Leib,
das ist unser einziger Zeitvertreib.
Doch manchmal paddeln wir auch im Teich,
das kräftigt den Körper und wäscht ihn zugleich.“

Auch gaaanz tolle Kunst gab es da zu sehen:

Kunst oder VHS-Kurs

Thomas meint, das sei eher der VHS-Kurs „Balkongeländer kunstvoll geschweißt“. Der hat echt keine Ahnung!

Dann war da noch der „Regenbogenweg“

Regenbogenweg

Und OommmmmmmmmOmmmmmmmm

Genug gesehen und entspannt, zumal auch zwei Laubbläser und ein Sitzrasenmäher in Aktion waren.

Wichtige Frage: Was essen wir heute Abend? Also ab in den nächsten Supermarkt.

ALDI

Dann schön in unserem Gärtchen chillen. Wir blenden jetzt mal einfach die Baustelle nebenan, den Zug und den Laubbläser hinter uns aus und genießen die Sonne. Und dann das

Heli

Da flogen mir echt die Strapse weg. Der war 50 m entfernt! WAS SOLL DAS?

Morgen ist unser letzter Tag! Hier ist soo schönes Wetter, und in der Zeitung stand, dass es in Essen und Umgebung schneien soll. Da bleiben wir doch lieber noch ein wenig hier und genießen die Sonne und schießen Helis ab …

Mittwoch, 7. Mai

So

Morgendlicher Ausblick

sah es heute morgen aus! Das hatten wir aber nicht gebucht! Aber der Wetterfrosch hatte es vorhergesagt – und leider Recht behalten. Also mal wieder ab ins Auto und zur „Fox-Town“ nach Mendrisio. Laut Reiseführer über 160 Outlet-Geschäfte, die mit Rabatten zwischen 30 und 70 % locken sollen. Die Zeitschrift Forbes nahm das Fox-Town auf Rang 2 ihrer Liste der „World’s best Outlet-Stores“ auf.

War das ein Reinfall. Schon im Parkhaus (immerhin kostenlos) wurden wir mit Musikbeschallung der übelsten Art belästigt, die sich im gesamten Center fortsetzte. Nur in den Läden wurde es noch ein wenig schlimmer, weil dort immer eine andere Musik plärrte. Aber Augen zu und durch. Ach nee, natürlich „Augen auf!“.

Ausgegeben haben wir: NULL FRANKEN, weil die Läden echt nix für uns waren. Zum Teil auch Versace, Gucci und so.

Also nix wie weg hier, bevor wir amoklaufen.

Wir entscheiden uns, in den schönsten Ort des Tessins zu fahren.

Morcote

Schön auch wegen seiner Gässchen:

Eine typische Gasse in MorcoteUnd der zwitschernden Schwalben

Zwei zwitschernde Schwalben

Dann gefühlte 500 Treppen bergauf, um den legendären Friedhof zu besuchen. Zum Glück war oben ein Defibrillator, der uns nach dieser Anstrengung das Leben rettete (links im Bild über dem Papierkorb).

DefibrillatorSchiefe Türme bzw. Fotografen gab’s auch

schiefer Turm

So – genug gesehen. Wir fahren Richtung Lugano und halten NICHT AN. Zu voll, Füße tun weh und wir wollen nach Hause.

Auf dem Weg noch ein Bild für meine „kleinste“ Nichte gemacht:

Mimi

Jetzt sind wir wieder im Haus und freuen uns, dass die Sonne hier so was von ins Wohnzimmer knallt und ich kaum noch was sehen kann (blend) und jetzt koch‘ ich. Und endlich gibt’s ALKOHOL.

Und dann müssen wir uns noch Gedanken machen, wofür wir die noch verbliebenen 200 Franken ausgeben.

 

 

 

 

 

 

Dienstag

Aussicht geht auch anders

So sah’s morgens aus! Wo sind denn jetzt die ganzen Wolken hergekommen? Habt ihr uns die aus Deutschland geschickt? Wie gemein!

Trotzdem sind wir nach dem Frühstück losgefahren ins Vale Verzasca. Dort soll es eine Staumauer geben, die bei einem James-Bond-Film (Golden Eye) eine große Rolle gespielt hat. 220 m hoch!

Und – es gab sie, nur von James Bond und seinem Stuntman keine Spur – pöh!

Staumauer in Versasca, 220 m hoch Goldeneye,

Und dann kam da noch die Ponte-dei-Salti-Brücke aus dem Mittelalter. BOAH.

Ponte dei Salti, Römerbrücke aus dem Mittelalter

Dort sind wir dann ein bisschen gewandert spazieren gegangen, um einen schönen runden Stein für meinen Bruder zu suchen. War nicht so einfach, hat auch nicht geklappt!

VERY DANGEROUS AREA!!

Lebensgefahr wegen gefährlicher Strömungen

Echt jetzt: Höchste Konzentration, weil sonst tot! LEBENSGEFAHR!

Höchste Konzentration

Nix wie weg hier.

So – also zurück marsch marsch. Über KURVEN, KURVEN, KURVEN nach Locarno. Waren wir auch mal in früher Vorzeit.

Jetzt zum Wein in der Schweiz. Im angesagtesten Supermarkt in Locarno haben wir gestern eingekauft. Wein gab es ab 9 Franken = 7 Euro. Leider nur 2 zur Auswahl. Preise nach oben offen. Ich erinnerte mich, dass Fritz seinen Wein nur bei ALDI kauft (sehr gute Qualität). Und dann tat ich etwas, was ich vorher noch nie getan habe: Ich bin im Ausland zu ALDI einkaufen gegangen und habe so was von zugeschlagen. Also nicht nur Wein, sondern auch getrocknete Steinpilze, Prosecco (in der Schweiz auch fast unerschwinglich), Apfelchips, Käse, Bio-Bier. Das war bestimmt ALDI-Süd, okay, Nord bestimmt nicht. Und der Wein ist der Hammer.

Da habe ich dann – zu Hause angekommen – ein schönes Abendessen gezaubert:

Susi kocht

Cooking powerful mit kleiner Tanzeinlage:

Susi kocht wild

Hat besser geschmeckt, als es aussieht: Rigatoni mit Steinpilzen und Champignons, begleitet von 18 Monate gereiftem Parmesan. Und obendrauf noch ein Basilikumblättchen. Sieht jetzt auf dem Foto eher aus wie Hochgewürgtes. Hat aber wirklich super geschmeckt!

Hat besser geschmeckt, als es aussieht

Und Thomas hat voll Spass am Spülen

Thomas spült auch gern

So – jetzt habe ich alle Tage wieder aufgeholt. Morgen ist Mittwoch, und es soll regnen. Schaun mer mal!

MONTAG in der Schweiz

Montags wird auch in der Schweiz gearbeitet! Und wie! Da sind die Amseln, Meisen, Mönchsgrasmücken und was weiß ich nicht, welche Ötschen noch um 5 Uhr angefangen haben zu randalieren, GAR NIX GEGEN LAUBBLÄSER (!!!) UND PRESSLUFTHÄMMER. Wir haben nämlich eine BAUSTELLE direkt unter uns.

Tja, so isset eben.

Also nach dem Frühstück (ohne Ei) nix wie weg hier!

Wir fahren ins Valle Maggia, das wir noch kennen. Ist zwar so ungefähr 20 Jahre her, aber da wird sich ja nicht so viel verändert haben. Ab ins Auto und Kurven, Kurven, Kurven und schon sind wir da. Ein nettes Örtchen. Zunächst haben wir die vieldiskutierte, weil moderne, Kirche in Mogna besichtigt. Der umstrittene Star-Architekt Mario Botta (kennt doch jeder!) hat diese Kirche neu bauen lassen, nachdem 1986 der gesamte Ort (also auch die Kirche) durch eine Lawine komplett zerstört wurde.

Da sahen wir doch tatsächlich Schnee (nein, Susssani macht nicht Kacka)

Nein, Susanne macht nicht Kacka

Die Kirche:

Kirche in Botta in Mogno von außen

Und innen der Lattenjupp:

Kirche in Botta in Mogno

Also – wir fanden sie toll!

Auf dem Rückweg noch ein bissken Yoga im Schnee mit hinterher erfrorenen Händen

Der hinabschauende Hund mit hinterher erfrorenen Händen

dann ging’s über Kurven, Kurven, Kurven weiter in den nächsten Ort. Ach ja, der war ja auch mit

Ach, der war ja auch mit

Ab in den Garten und den Hintern auf die Liege. Thomas versucht verkrampt, das Sudoku, Level 1, zu lösen:

Thomas chillt auch und löst Sudoku

Abendessen (mit grünem Spargel und Parmesam gefüllte Nudeln, dazu Rotwein).

Abendessen - Nudeln, gefüllt mit Spargel und Parmesan

Und dann noch ein bissken Sport:

Das ging früher auch mal besser

Das Bein IST gestreckt!

Yoga - das Bein IST gestreckt

Ich hab auf jeden Fall Spass inne Backen

Spass inne Backen

Thomas nicht so

Thomas nich

Ach doch, jetzt ja

Ach doch, jetzt ja

Schluss für heute! Jetzt gibbet Abendessen und Wein von ALDI – aber die Geschichte ein anderes Mal!

Sonntag in der Schweiz

So, liebe Leute, ich muss jetzt schon ganz schön in meinen Hirnwindungen rumgraben, was Sonntag passiert ist. Heute ist nämlich schon Dienstag.

Also … Frühstück (daran erinnere ich mich) mit Ei. Schönstes Wetter. Sonne satt. Ab ins Auto mit dem festen Vorhaben zu wandern. Also über Kurven, Kurven, Kurven Richtung Monte Tamaro. Die geplante Wanderung fing oben an. Oben heißt: KALT, SCHNEE, WIND. Also nix für unsere Susssani. Kurz Foto machen und schnell wieder nach unten in die Wärme.

Ich möchte in den Garten auf die gemütliche Sonnenliege und mit meinem Tolino lesen (ich lese gerade „Das Rosie-Projekt“ – tolles Buch).

Jetzt fällt’s mir wieder ein: Bevor wir nach Hause fuhren, haben wir noch in Vira (sehr nettes Örtchen) angehalten.

Gesagt – gefahrn und angekommen:

Gässchen in Vira

Und noch ein Gässchen in Vira

Es gibt dort sogar einen Strand. Hätte ich den Bikini mitgenommen, wär‘ ich reingegangen. Sieht nur so kalt aus!

Lago Maggiore, ein bissken kühl

Und außerdem war gerade Flut mit HOHEN WELLEN:

War gerade Flut

Jetzt aber ab auf die Liege:

CHILLEN

Dann gab’s erst mal ein Erfrischungsgetränk. Aperol-Spritzz:

Aperol-Spritz - schmeckt immer

Unser Haus vom Garten aus gesehen. Is dat schön oder ist dat schön??? Unten rechts im Bild sieht man übrigens den Eingang zur Gartenwohnung.

Unser Haus vom Garten aus

Und dann gab’s Salat mit Brot und Käse und Wein. Viergängemenüs sind nicht drin in dieser Küche! Aber schön ist sie trotzdem, oder?

Küche, ein klein wenig zu eng

… und sie hat alles, wirklich alles, was man braucht (Salatschleuder, Mixer, einen super Pürierstab, tausende von Messern, Spülmaschine, Toaster, Auflaufformen, Salatschüsseln, Spülmittel, Spülmaschinentabs, diverse Reiben, ach und so weiter und so weiter). Hab ich vorher noch nie gehabt!

Ich glaube, nach Aperol-Spritzz, Essen und Wein sind wir dann ins Bett gegangen.

 

Abreise aus Schönenwerd, Weiterfahrt ins Tessin

Natürlich habe ich gestern nicht mehr weitergeschrieben. Man verbringt echt viel Zeit, um die Lieben daheim mit Neuigkeiten zu versorgen. Früher hat man mal eine Ansichtskarte geschrieben, danach eine sms und jetzt … Sitzt man Abend für Abend vor dem Netbook und schreibt ellenlange Storys.

Aber ich glaube, ab jetzt werden wir nicht mehr so viel erleben, so dass die Texteinträge kürzer werden.

Nach dem „Morgenessen“ (so sagen die Schweizer zu „Frühstück“) ging’s auf die Autobahn Richtung Italien. Unser Häuschen liegt kurz vor der italienischen Grenze – nee echt jetzt – man kann hinlaufen, sogar ich!

Lediglich vor dem Gotthard-Tunnel gab es 40 min. Wartezeit. Hatten wir auch so erwartet. Immer wieder Regen, bäh.

Aber als wir nach ca. 20 km aus dem Tunnel wieder ans Licht kamen, schien die Sonne und die Temperatur stieg bis auf 23 ° C. Toll. Blauer Himmel, Berge mit Schnee drauf. So soll’s sein.

Die Wegbeschreibung war perfekt! Etwas versteckt ging es ein steiles Sträßchen hinauf und dann kam unsere Nummer 3.

Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Kein übler Geruch, toootal sauber, Superausstattung, super Aussicht:

Vom Esszimmer auf den See:

Ausblick vom Esszimmer auf den See

Ausblick vom Balkon:

Ausblick 1

Caprese, Rotwein und Susi kann nix sehen (wegen Sonne – ist man ja gar nicht mehr gewohnt)

Caprese, Rotwein und Susi kann nix sehen

Ich hab‘ jetzt Hunger und muss mal kochen.

Morgen mehr!

Liebe und liebste Grüße – vor allem an die fleißigen Kommentarschreiber(innen)!

Die Musikerfamilie

Nach Bern – vor dem grandiosen Abendessen – gingen wir noch ins Shanti-Studio direkt hinter unserem Hotel gelegen, in der ehemaligen Bally-Schuh-Fabrik. Ein Lagerraum mit  – wenn ich es richtig in Erinnerung habe – drei Schlagzeugsets, 5 Keyboards, 1.000.000 Noten und ich weiß nicht, was sonst noch gelagert wird. Ein zweiter Raum hat einen Schallschutzzimmer für das Schlagzeug, und auch natürlich einen Flügel. Dort werden die Musikaufnahmen gemacht.

Hinter der ehemaligen Fabrik befindet sich der größte englische Garten der Schweiz.

Wen es interessiert:

http://www.schoenenwerd.ch/de/tourismus/tourismusballypark/

Von dort sind wir zum Hotel gegangen gefahren worden und haben erst mal ein wenig gechillt.

Kurz darauf ging es zum vorher erwähnten malaysischen Abendessen. Der Hund sang ein kurzes Liedchen zur Begrüßung.

Nach dem Abendessen wurde die Tochter des Hauses (17 Jahre) gebeten, etwas vorzuspielen bzw. zu singen. Darüber KANN ICH NICHT SCHREIBEN. Das Musikvideo, das ich gedreht habe, sprengt den Rahmen. Sie ist der Hammer! Der Hammer! Der Oberhammer! Da kann sich jede bei DSDS in den Keller gehen verstecken. Ich hatte schon befürchtet, dass mir die Tränen kommen. In der Küche hatte sie schon ein wenig ihre Stimme klingen lassen, aber was dann kam … WOW!!! Der Film ist im Kasten und alle, die es interessiert, dürfen ihn anschauen bzw. -hören.

Alles andere über diese tolle Familie würde mein Blog sprengen (Elizabeth – ich habe gelernt: nicht meinen Blog!). Das muss ich mal in Ruhe erzählen.

Der Abend ging dem Ende entgegen und wir konnten uns zum Glück – in Begleitung von Helen und dem Hund (Mist – ich habe den Namen schon wieder vergessen @ Fritz: Wie heißt eure Hündin???) – die Beine ein bisschen vertreten und zu Fuß zum Hotel laufen.

Beseelt von der Musik, der Familie, dem Wiedersehen, dem Hund, vom Kernkraftwerk vor unserem Hotel

Der Blick von unserem Hotel in Schönenwerd

sind wir verstrahlt in einen sehr tiefen Schlaf gefallen …

 

Der 2. Tag

Nachdem wir bei Familie Renold noch einen (oder zwei?) Absacker getrunken haben und einen kleinen Einblick in deren Showbusiness erhielten, sind wir ins Hotel gelaufen. Verabredung morgen um 11 Uhr vor dem Hotel, um nach Bern zu fahren. Fritz hat sich den ganzen Tag für uns freigehalten. Wie nett!

Ach – erst mal kommt jetzt ein Foto von dem singenden Hund:

Mit Sharon:

Das treue Tier

Nach seinem Lied ist er immer so entspannt:Der singende Hund

Eigentlich wollte ich jetzt direkt einen Text zum Foto eingeben – klappt nicht.

Bern war leider regnerisch. Also sind wir nur unter den Arkaden hergelaufen. Eine tolle Stadt. Fast nur uralte Häuser. Wirklich schön.

Wir sind auf dem Rückweg durch die Schweizer Bergwelt gefahren. Leider war alles in Wolken gehüllt, also ging es dann über viele Umwege zurück ins Hotel. Helen und Fritz luden uns bei sich zu Hause zum Abendessen ein. CURRY! Ich liebe Curry! Wir hatten vorher schon ein paar Fläschchen Rotwein besorgt, die wir dann auch mitbrachten.

Es gab ein tolles Abendessen (für eine ganze Fußballmannschaft!):

Bohnen

Bohnen

Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, Zwiebeln mit Oystersauce (oder wie die heißt):

Brokkoli, Blumenkohl, Karotten, Zwiebeln mit Oystersauce

Chinakohlsalat mit Möhren und gerösteten Pinenkernen:

Chinakohlsalat mit Möhren und gerösteten Pinienkernen

Dhal mit Auberginen, Kartoffeln und Linsen:

Dhal mit Kartoffeln, Auberginen, Zwiebeln und Linsen

Lammcurry:

Lammcurry

Helen, die grandiose Köchin:

Helen, die grandiose Köchin

Ach, diese Familie ist sooooooo nett. Man hat das Gefühl, sie schon lange zu kennen. Sie sind so gastfreundlich. Zwischendurch wurde immer wieder englisch gesprochen, so dass wir unsere Aufmerksamkeit immer auf dem oberen Level halten mussten.

Fritz haben wir übrigens „sein“ Getränk aus Deutschland mitgebracht:

Fritz freut sich über Fritz

Er hat sich so über „Fritz-Cola“ gefreut, dass er total gewackelt hat. Freu freu freu.

Ich mache jetzt erst mal Schluss. Wir sitzen nämlich jetzt schon in unserem Häuschen am Lago Maggiore und ich will auch mal in die Sonne (23 ° C), Blick auf den See und sonntägliche Ruhe. Heute Abend schreibe ich weiter.

Wiedersehen – nach 31 Jahren

So, ein paar Minütchen später als geplant sind wir losgefahren. Die Fahrt war unspektalulär ohne Stau und wir sind um 16 Uhr im Best Western Hotel in Schönenwerd angekommen. Fritz‘ sms mit der Frage nach Lamm- oder Hühnchencurry erreichte uns. Tja, dat war wohl nix. ICH ESSE KEINE SÄUGETIERE. Also – Einladung ins Restaurant. Einladung? Das war so nicht geplant. Aber so sind sie, die Schweizer.

Verabredetes Treffen vor dem Hotel um 17.30 h. Es ist 17.25. Ich rauche erst mal eine. 17.45 h. Wo bleiben sie denn? Interessant machen durch Zu-Spät-Kommen?? 17.50. Ich rauche erst mal eine. Thomas holt den Schirm aus dem Auto. Und wen bringt er mit??  Fritz, Helen und Sharon.

Es gibt noch zwei andere  Kinder – alle sind musikalische Wunder. Natürlich gibt es auch eine Plattenfirma. Ach nee, das heißt ja jetzt anders. Aber egal. Diese Familie ist der Hammer!

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHH! Ich freue mich so.

Erst blablababla (von meiner Seite – ich bin so aufgeregt und quatsche drauflos), dann steigen wir in Fritz‘ Auto und fahren in den Nachbarort in ein Wahnsinnsrestaurant. Kacke, ich bin total falsch gekleidet. Verwaschene Jeans, Loch im Ärmel meiner Jacke und die Harre strubbelig. Vor uns eine Hochzeitsgesellschaft (lange Kleider, Männer in Pinguinuniform). Aber egal.

Vom Personal werden wir überaus nett begrüßt und an unseren Tisch geführt. Die Karte hat leider nur EIN vegetarisches Gericht: Goldhirse mit Datteln, gebratenen Bananen und Auberginen. Shira und Fritz nehmen Fondue Chinoise (mit FLEISCH), Thomas  nimmt PORCO IBERICO mit grünem Spargel und Kartoffelgratin, Helen (Fritz‘ Frau) nimmt OSSO BUCCO.

Vor dem Hauptgericht ging’s zu Fuß zum Vorspeisenbuffet. BOAH.  Das alles aufzuführen, würde meine Fingerfertigkeit sprengen (und mein Gedächtnispotential).

Meine Goldhirse war echt goldig. Nee, in echt: Superlecker! Alle waren begeistert. Und das Personal … der Hammer!  Ach ich schreibe mich hier wund, merke ich gerade. Dessert gab es natürlich auch. Buffet. Soviel man wollte. Von allem. Molekularküchendessert. Hatte ich vorher noch nie gegessen. Aber jetzt! In einer Art Eislöffel wurden Joghurtschaum, Beerenfrüchte und Sahne in flüssigem Stickstoff „frittiert“. It’s showtime!! Alles qualmt und zischt (nein, man hört es nicht, aber man meint, es zu hören). TOTAL LECKER.

Fritz hat bezahlt (no comment FRITZ!!!!!!!!!!!!)!!!

Spaziergang zum Auto (20 m). Zum Haus der Familie Renold.

Und dann kam DER HUND!

@ Stefan: Unser Astor. Nur ein bisschen bekloppter. Wahrscheinlich war die Familie 2 Wochen nicht im Haus – so nämlich benahm er sich. Oder war er einfach nur ein Gesangstalent? Es ging so in Richtung „Alt“. Der Name der Oper fällt mir nur momentan nicht ein.

Irgendwann hatte er sich wieder beruhigt und lag uns zu Füßen, stand wieder auf, legte sich wieder hin, stand wieder auf, ging in die Küche, legte sich wieder hin, guckte ins Wohnzimmer (wo wir saßen), guckte ganz treu – es kam ein *hualp* und er kotzte spie eine Art Auster auf den Parkettboden. Die arme Sharon musste (Augen zum Himmel verdrehend) diese Auster – oder was es auch war – entfernen… Buah. Ich trank noch schnell einen (oder zwei) Grappa und wir gingen zum Hotel zurück.

Verabredung: Treffpunkt 11 Uhr vor dem Hotel und wir fahren mit Fritz nach Bern. Hoffentlich stimmt die Wettervorhersage nicht (REGEN).

Das war’s für heute.

Guats Nächtle mitanand.