So, ein paar Minütchen später als geplant sind wir losgefahren. Die Fahrt war unspektalulär ohne Stau und wir sind um 16 Uhr im Best Western Hotel in Schönenwerd angekommen. Fritz‘ sms mit der Frage nach Lamm- oder Hühnchencurry erreichte uns. Tja, dat war wohl nix. ICH ESSE KEINE SÄUGETIERE. Also – Einladung ins Restaurant. Einladung? Das war so nicht geplant. Aber so sind sie, die Schweizer.
Verabredetes Treffen vor dem Hotel um 17.30 h. Es ist 17.25. Ich rauche erst mal eine. 17.45 h. Wo bleiben sie denn? Interessant machen durch Zu-Spät-Kommen?? 17.50. Ich rauche erst mal eine. Thomas holt den Schirm aus dem Auto. Und wen bringt er mit?? Fritz, Helen und Sharon.
Es gibt noch zwei andere Kinder – alle sind musikalische Wunder. Natürlich gibt es auch eine Plattenfirma. Ach nee, das heißt ja jetzt anders. Aber egal. Diese Familie ist der Hammer!
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHH! Ich freue mich so.
Erst blablababla (von meiner Seite – ich bin so aufgeregt und quatsche drauflos), dann steigen wir in Fritz‘ Auto und fahren in den Nachbarort in ein Wahnsinnsrestaurant. Kacke, ich bin total falsch gekleidet. Verwaschene Jeans, Loch im Ärmel meiner Jacke und die Harre strubbelig. Vor uns eine Hochzeitsgesellschaft (lange Kleider, Männer in Pinguinuniform). Aber egal.
Vom Personal werden wir überaus nett begrüßt und an unseren Tisch geführt. Die Karte hat leider nur EIN vegetarisches Gericht: Goldhirse mit Datteln, gebratenen Bananen und Auberginen. Shira und Fritz nehmen Fondue Chinoise (mit FLEISCH), Thomas nimmt PORCO IBERICO mit grünem Spargel und Kartoffelgratin, Helen (Fritz‘ Frau) nimmt OSSO BUCCO.
Vor dem Hauptgericht ging’s zu Fuß zum Vorspeisenbuffet. BOAH. Das alles aufzuführen, würde meine Fingerfertigkeit sprengen (und mein Gedächtnispotential).
Meine Goldhirse war echt goldig. Nee, in echt: Superlecker! Alle waren begeistert. Und das Personal … der Hammer! Ach ich schreibe mich hier wund, merke ich gerade. Dessert gab es natürlich auch. Buffet. Soviel man wollte. Von allem. Molekularküchendessert. Hatte ich vorher noch nie gegessen. Aber jetzt! In einer Art Eislöffel wurden Joghurtschaum, Beerenfrüchte und Sahne in flüssigem Stickstoff „frittiert“. It’s showtime!! Alles qualmt und zischt (nein, man hört es nicht, aber man meint, es zu hören). TOTAL LECKER.
Fritz hat bezahlt (no comment FRITZ!!!!!!!!!!!!)!!!
Spaziergang zum Auto (20 m). Zum Haus der Familie Renold.
Und dann kam DER HUND!
@ Stefan: Unser Astor. Nur ein bisschen bekloppter. Wahrscheinlich war die Familie 2 Wochen nicht im Haus – so nämlich benahm er sich. Oder war er einfach nur ein Gesangstalent? Es ging so in Richtung „Alt“. Der Name der Oper fällt mir nur momentan nicht ein.
Irgendwann hatte er sich wieder beruhigt und lag uns zu Füßen, stand wieder auf, legte sich wieder hin, stand wieder auf, ging in die Küche, legte sich wieder hin, guckte ins Wohnzimmer (wo wir saßen), guckte ganz treu – es kam ein *hualp* und er kotzte spie eine Art Auster auf den Parkettboden. Die arme Sharon musste (Augen zum Himmel verdrehend) diese Auster – oder was es auch war – entfernen… Buah. Ich trank noch schnell einen (oder zwei) Grappa und wir gingen zum Hotel zurück.
Verabredung: Treffpunkt 11 Uhr vor dem Hotel und wir fahren mit Fritz nach Bern. Hoffentlich stimmt die Wettervorhersage nicht (REGEN).
Das war’s für heute.
Guats Nächtle mitanand.